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	<title>Digitale Demokratie &#187; Werkzeuge</title>
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	<description>Die Politik der Informationsgesesellschaft</description>
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		<title>Liquid Democracy-Test im digitalen Kapitalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 13:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
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&#8220;Dagegen ist das, was wir heute erleben, eine Neuordnung des gesamten Informations- und Kommunikationssystems. Und im Gegensatz zu Revolutionen nach dem Muster von 1789 oder 1917, die sich als gesellschaftliche Umwälzungen im nationalen Rahmen vollzogen, setzen sich die Formen des umfassenden kulturellen Wandels heute auf internationaler Ebene durch, und die treibende Kraft dabei sind keine [...]]]></description>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="471" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8551556&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=c22121&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="471" height="353" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8551556&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=c22121&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Dagegen ist das, was wir heute erleben, eine Neuordnung des gesamten Informations- und Kommunikationssystems. Und im Gegensatz zu Revolutionen nach dem Muster von 1789 oder 1917, die sich als gesellschaftliche Umwälzungen im nationalen Rahmen vollzogen, setzen sich die Formen des umfassenden kulturellen Wandels heute auf internationaler Ebene durch, und die treibende Kraft dabei sind keine soziale Massenbewegungen, sondern Wirtschaftsinteressen.&#8221; Das schreibt der US-amerikanische Wissenschaftler Dan Schiller in der deutschen Ausgabe der Monatszeitung Le Monde Diplomatique vom Dezember 2009 unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.dossier/finanzen.id,200912110010" target="_blank">Alles wird anders, alles wird Markt</a>&#8221; (das englischsprachige Original findet sich <a href="http://www.counterpunch.org/schiller12162009.html" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Tatsächlich hat das nunmehr 20-jährige Internet keinen nennenswerten Fortschritt im Sinne einer gerechteren, sozialen und demokratischen Gesellschaft hervorgebracht. Zwar kann mensch sich besser informieren und konsumieren, aber für eine politische Organisierung im großen Maßstab wird das Netz bislang nicht genutzt. Unter diesem Aspekt ist das Konzept von <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank">Liquid Democracy</a> (LD) spannend, da es den technologischen Rahmen des Internets nutzt, um eine nicht zuletzt auf Kompetenz beruhende Mischform aus direkter und Räte-Demokratie zu ermöglichen. <span id="more-576"></span></p>
<p>Die Berliner Landesverband der Piratenpartei <a href="http://berlin.piratenpartei.de/index.php/2010/01/03/pressemitteilung-piratenpartei-revolutioniert-parteiinternen-diskurs-interaktive-demokratie-mit-liquid-feedback/" target="_blank">führte nun zum Jahreswechsel</a> für seine interne Organisierung solch ein LD-System ein. Das obenstehende <a href="http://media.ccc.de/browse/congress/2009/26c3-3464-de-liquid_democracy.html" target="_blank">Video</a> ist eine Aufnahme eines <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/events/3464.en.html" target="_blank">einstündigen Vortrags</a> (Folien als <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/attachments/1340_Folien" target="_blank">pdf</a>) vom Chaos Communications Congress von Ende des vergangenen Jahres. Es sprechen Leute des <a href="http://liqd.de" target="_blank">Liquid Democracy e.V</a>. <span style="text-decoration: line-through;">und Macher des</span> u.a. über das nun von der Berliner Piratenpartei genutzen Systems <a href="http://liquidfeedback.org" target="_blank">Liquid Feedback</a> (unter letzterer URL kann man auch einen Testaccount erhalten). Wer sich für die technischen Aspekte von LD interessiert, <a href="http://wiki.liqd.de/Barcamp09/Dokumentation" target="_blank">findet hier Aufzeichnungen</a> von einem Entwickler-Barcamp zum Thema im November 2009. Im Frühjahr diesen Jahres soll es eine weitere Veranstaltung geben, die sich auf den politischen und rechtlichen Rahmen konzentrieren wird.</p>
<p>Rein formal sprechen derzeit das Parteienrecht gegen den Einsatz von LD bei Wahlen; ganz abgesehen von Sicherheitsaspekten. Andererseits stellt LD oder andere webbasierte politische Systeme eine logische Folge für eine Gesellschaft dar, die insgesamt mehr und mehr ihrer gesellschaftlichen Organisierung ins Netz verlegt.</p>
<p>Die Piratenpartei ist insofern Avantgarde. Läuft die Erprobung von LD positiv, wird sie andere Parteien unter Zugzwang setzen. Für den Einsatz von LD bringen die Piraten ideale Voraussetzungen mit: Abgesehen davon, dass sie hauptsächlich aus technik- und webaffinen sowie relativ vielen engagierten Mitgliedern besteht, gibt es keinen althergebrachten Parteiapparat, der sich gegen eine faktische Entmachtung durch eine basisdemokratische Organisierung stemmen könnte.</p>
<p><span style="font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><br />
</span></p>

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		<title>Die Demokratie-Maschine</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 08:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
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Die Zeit des Web 3.0 scheint auf – und mit ihr neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe. Doch die meisten Parteien verschlafen die digitale Revolution.
Es sind schwierige Zeiten für die Zwischenhändler der Information. Allerorten kämpfen sie mit dem Umbruch: Die Musikindustrie ist seit Jahren in Schwierigkeiten; Verlage und Autoren hadern mit digitalen Publikationsmodellen – von der [...]]]></description>
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<p><strong><img class="size-full wp-image-496 alignright" title="anitke_wahlmaschine" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/09/anitke_wahlmaschine.jpg" alt="anitke_wahlmaschine" width="300" height="201" />Die Zeit des Web 3.0 scheint auf – und mit ihr neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe. Doch die meisten Parteien verschlafen die digitale Revolution.</strong></p>
<p>Es sind schwierige Zeiten für die Zwischenhändler der Information. Allerorten kämpfen sie mit dem Umbruch: Die Musikindustrie ist seit Jahren in Schwierigkeiten; Verlage und Autoren hadern mit digitalen Publikationsmodellen – von der Krise der Printmedien ganz zu schweigen.</p>
<div>
<p>Zum Kreis der Vermittler gehören auch die politischen Parteien. Ihr greller und geschwätziger Wahlkampf im Netz kann aber über die vorherrschende Ahnungs- und Visionslosigkeit dem Universalmedium Internet gegenüber nicht hinwegtäuschen.</p>
<p><span id="more-494"></span></p>
<p>Das Netz hat sich binnen 20 Jahren als <em>die</em> gesellschaftliche Infrastruktur etabliert. Es durchdrang den Alltags subtil und nebenbei. Inzwischen ist die Steinzeit des WWW längst vorbei – und auch seine Frühe Neuzeit geht schon zu Ende. Derzeit dämmert das Web 3.0 herauf, das „semantische Internet“ läutet das Industriezeitalter des Netzes ein. Dessen Maschinen und Fließbänder werden Softwareanwendungen sein, welche die enormen Datensätze, die unsere Gesellschaften erzeugen, sinnvoll sortieren und verarbeiten.</p>
<p>Im Web 3.0 wird es dem Einzelnen möglich sein, selbstständig verschiedenste Informationen in einen Zusammenhang zu setzen, sie so zu durchdringen und mit ihnen zu hantieren. Aufgabenbereiche vieler öffentlicher aber auch privatwirtschaftlicher Einrichtungen, die dies derzeit hochspezialisiert erledigen, werden damit überflüssig. Für sie gilt es, sich umzuorientieren: weg vom Bearbeiten der Inhalte hin zu Anbietern von Anwendungen der Inhaltsbearbeitung.</p>
<p><strong><span>Schnittstelle zu öffentlichen Daten</span></strong></p>
<p>In Ansätzen versucht die Obama-Administration diesem Wandel in den USA gerecht zu werden. Sie treibt eine OpenGovernment-Initiative voran und schafft unter <a href="http://www.data.gov/" target="_blank">www.data.gov</a> eine Schnittstelle zu öffentlichen Daten. In Deutschland sind solche Bemühungen den meisten Parteien gänzlich fremd. Sie scheinen nicht einmal zu ahnen, dass ihre Vermittlungsfunktion in der gegenwärtigen Form überflüssig wird. Einig sind sich alle nur, dass Datenschutz wichtig ist und irgendwie die Medienkompetenz in der Bevölkerung vorangebracht werden muss.</div>
<div>
<p>CDU und CSU sehen in ihren Wahlprogramm das Netz vor allem als einen Ort, der reguliert gehört und in dem ein Datenschutz mit „Augenmaß“ erfolgt. Das Versprechen, keineswegs den „gläsernen Bürger“ anzustreben, klingt angesichts der Einführung von biometrischen Pässe und der Befürwortung von neuen Überwachungstechnologien recht unglaubwürdig. Die Sozialdemokraten wollen immerhin mittels des Internets den „demokratischen Beteiligungsprozess“ stärken. Auch der Diskurs über das geistiges Eigentum ist nicht spurlos an ihnen vorübergegangen – es wird die „Prüfung einer Kultur-Flatrate“ angestrebt. Solche Ansinnen sind mit Besitzstandswahrern wie der FPD nicht zu haben. Die Liberalen sprechen lieber vollmundig von der „Internetrepublik Deutschland“ und ziehen gegen Zensurbemühungen vom Leder – ob sich die FDP bei möglichen Koalitionsverhandlungen für Schwarz-Gelb damit durchsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten.</p>
<p>Bei der Linkspartei wird das Thema Internet unter der Forderung nach einer „digitalen Medienordnung“ mitbehandelt. Diese ist aber mehr auf althergebrachte Medien und deren Produktionsbedingungen fokussiert; das Netz wird nur gestreift: Die „digitale Wissensarbeit“ soll „wieder öffentlicher Regulierung unterstellt“ werden, ein Recht auf Privatkopie erhalten bleiben.</p>
<p>Einzig die Grünen räumen in ihrem Wahlprogramm ein ganzes Kapitel dem „freien Internet“ ein. Dort tauchen Stichworte wie Transparenz, Informationsfreiheit und Partizipation auf. Auch an anderer Stelle im Programm wird auf das Netz eingegangen – es wird offensichtlich als ein Querschnittsthema begriffen.</p>
<p><strong><span>Die Zukunft: Liquid Democracy</span></strong></p>
<p>In diesen Gewässern fischt auch die Piratenpartei. Aller Voraussicht nach wird der politische Newcomer dieses Mal nicht die Fünfprozenthürde knacken. Verliert sie nach der Wahl allerdings nicht zu viel Dynamik in den Mühen der Ebene, wird sie die anderen Parteien in Sachen Beteiligungsformen aber weiter vorantreiben können. Die Piraten sind jetzt schon äußerst transparent organisiert, viele Vorgänge innerhalb ihres Apparats sind online einsehbar und werden von Mitgliedern und Interessierten diskutiert.</p>
<p>In dem Parteilabor wird auch von „Liquid Democracy“ gesprochen – ein Konzept, das vor einigen Jahren in den USA erdacht wurde. Es setzt auf webbasiertes hochvariables politisches Mitwirken: Wähler können ihre Stimme verteilen. Beispielsweise kann ich für den einen Bereich meine Stimme einer Partei übertragen. Für einen anderen Themenkomplex kann ich eine Einzelperson beauftragen, als kompetenten und vertrauenswürdigen Agenten eine Entscheidung für mich mit zu fällen. Will ich in einer dritten Frage lieber selbst unmittelbar mitarbeiten und abstimmen, bleibt dieser „Stimmenteil“ bei mir. Die Verteilung kann jederzeit variiert werden – die Intensität der politischen Teilhabe ist von Bereich zu Bereich fließend – deshalb „<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank">Liquid Democracy</a>“.</p>
<p><strong><span>Teilhabe on-demand</span></strong></p>
<p>Wenn Fragen von Sicherheit und Verlässlichkeit sowie des Zugangs aller zum Internet geklärt sind, steht aus logistischer Sicht solch einer Form von Basisdemokratie nichts im Wege. Dass ein derartiger Umbruch des Politiksystems schrittweise erfolgen wird und erlernt werden muss, ist selbstverständlich. Aber vielleicht ist der Zeitpunkt, damit zu beginnen, so günstig wie nie. Der Klimawandel und die Wirtschaftskrise, deren nächster Schub in den kommenden Monaten ins Haus steht, schreien förmlich nach einer radikalen Veränderung von Arbeitswelt und Konsummodell. Ohne eine neue Organisierung der Gesellschaft wird das nicht gehen.</p>
<p>Kein Wunder, dass Anhänger der Piratenpartei oft das bedingungsloses Grundeinkommen befürworten. Stellt es doch eine recht ideologielose, greifbare Utopie dar. Es würde neue Arbeitsmodelle jenseits des Wachstums-Dogmas ermöglichen, ließe sich mit einem Wirtschaftsmodell der Produktion on-demand vereinen und würde Raum schaffen für politische Beteiligung on-demand.</p>
<p>Festzuhalten bleibt: Das Netz ermöglicht einen hohen Grad der Mit- und Selbstbestimmung, den immer mehr Menschen auch in Anspruch nehmen wollen. Wenn die herkömmlichen Parteien die Möglichkeiten dieser Demokratie-Maschine nicht ihn ihre Politikformen und Vorstellungen von Gesellschaft integrieren, werden sie in den kommenden Jahren rapide an Bedeutung verlieren.</p>
<p>(Zuerst erschienen <a href="http://www.freitag.de/politik/0939-digitale-demokratie-internet-teilhabe-programme-parteien?searchterm=matzat" target="_blank">auf freitag.de</a> / 25.9.09)</p>
<p>(Bild: Antike Wahlmaschine/<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleroterion" target="_blank">Kleroterion</a>)</div>

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		<title>Eine Fortsetzung&#8230; Linke, Linkspartei, Twitter, Liste</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 20:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katharina</dc:creator>
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Im Wahlkampf wird derzeit parteiseits vorgetragen, dass die Die Linke durch die Presse all zu schlecht dargestellt wird. Auf der anderen Seite meint man, dass die Linke ja quasi nicht vorkommt&#8230; vor allem wohl online (ein Auszug aus einer Kommunikation mit wahl.de). Dem kann man insofern entgegentreten, dass die AkteurInnen in nicht-öffentlichen Profilen in social-media-Plattformen unterwegs [...]]]></description>
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<p><img class="alignright size-full wp-image-409" title="tschiep" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/08/tschiep.jpg" alt="tschiep" width="100" height="100" />Im Wahlkampf wird derzeit parteiseits vorgetragen, dass die Die Linke durch die Presse all zu schlecht dargestellt wird. Auf der anderen Seite meint man, dass die Linke ja quasi nicht vorkommt&#8230; vor allem wohl <a href="http://twitter.com/wahl_de/status/2301256923">online (ein Auszug aus einer Kommunikation mit wahl.de)</a>. Dem kann man insofern entgegentreten, dass die AkteurInnen in nicht-öffentlichen Profilen in social-media-Plattformen unterwegs sind, z.B. bei facebook, MeinVZ oder StudiVZ. Und dann gibt es noch Twitter&#8230; Für den Wahlkampf der Linken sei das zwar nicht hilfreich (via <a href="http://onlinejournalismus.wordpress.com/2009/07/23/twitter-ist-fur-uns-nicht-nutzlich/" target="_blank">Leon</a>), aber dennoch nutzen viele KandidatInnen (aller möglichen Wahlen) mittlerweile auch Twitter als Kommunikationstool. Und es gibt Portale wie <a href="http://www.parteigefluester.de/" target="_blank">Parteigeflüster.de</a>, die bis heute nicht wahrnehmen wollen, dass es twitternde Linke und entsprechende &#8220;Aktivitäten&#8221; gibt. Eine ständig wachsende, umfangreiche Liste linker Twitteraccounts &#8220;in und bei&#8221; der Linken findet frau/man im Wiki der AG Digitalen Demokratie:</p>
<p><a href="http://digitale-demokratie.org/wiki/index.php/Twitterliste" target="_blank">Liste twitternder Linker</a></p>
<p>Einen Artikel zur vorangegangen Debatte und weitere Phänomene zur Nichtkenntnisnahme im <a href="http://digitale-demokratie.org/2009/linke-linkspartei-twitter-liste/" target="_blank">hier im Blog</a></p>

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		<title>Zur Euphorie in Cyber-Utopia</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/zur-euphorie-in-cyber-utopia/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 10:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
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Erinnert sich noch jemand an die &#8220;Twitter-Revolution&#8221; in Moldawien? Wohl kaum. Die Aufmerksamkeitskarawane hielt dort nur ein paar Tage. Als vergangenes Wochenende in Iran die Proteste wegen einer möglichen Wahlfälschung massiv auf Twitter als Kommunikationsmedium zurückgriffen, war eines klar:  Die nächsten Tage würde es nur so von Artikeln über die nächste Twitter-Revolution hageln.
Selbstredend organisiert sich [...]]]></description>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="446" height="326" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/embed/ClayShirky_2009S-embed_high.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky-2009S.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=575" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="446" height="326" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/embed/ClayShirky_2009S-embed_high.flv&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky-2009S.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=432&amp;vh=240&amp;ap=0&amp;ti=575" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Erinnert sich noch jemand an die &#8220;Twitter-Revolution&#8221; <a href="http://www.digiactive.org/2009/04/16/social-media-hype-tracking/" target="_blank">in Moldawien</a>? Wohl kaum. Die Aufmerksamkeitskarawane hielt dort nur ein paar Tage. Als vergangenes Wochenende in Iran die Proteste wegen einer möglichen Wahlfälschung massiv auf Twitter als Kommunikationsmedium zurückgriffen, war eines klar:  Die nächsten Tage würde es nur so von Artikeln über die nächste Twitter-Revolution <a href="http://news.google.de/news?pz=1&amp;ned=de&amp;hl=de&amp;q=iran+twitter" target="_blank">hageln</a>.</p>
<p>Selbstredend organisiert sich auch die digitale Bürgerrechtsbewegung in Dtl., die derzeit vor lauter &#8220;Zensursula&#8221; kaum etwas anderem Beachtung zu schenken scheint, über das Netz: Eine <a href="http://julia-seeliger.de/sperrwache-mahnwache-gegen-internetsperren/" target="_blank">Mahnwache</a> wurde in kürzester Zeit organisiert und für morgen zu <a href="http://www.loeschenstattsperren.de/" target="_blank">Demonstrationen</a> im ganzen Bundesgebiet aufgerufen.</p>
<p><span id="altHeadline">Zweifelos: Das Internet ist ein mächtiges Tool. Oben stehendes Video eines <a href="http://www.ted.com/talks/clay_shirky_how_cellphones_twitter_facebook_can_make_history.html" target="_blank">TedTalks </a>zeigt Clay Shirky. In &#8220;How Twitter can make history&#8221; belegt er an Beispielen wie den Wahlen in Nigeria oder dem großen Erdbeben in China in 2008, welche Möglichkeiten Netz-Technologien zur Organisierung bieten.</span></p>
<p>Trotz all der Euphorie über die Möglichkeiten, die das Netz bietet, <a href="http://neteffect.foreignpolicy.com/posts/2009/06/18/rethinking_internet_democracy_in_the_context_of_iran" target="_blank">warnt </a><span><a href="http://neteffect.foreignpolicy.com/posts/2009/06/18/rethinking_internet_democracy_in_the_context_of_iran" target="_blank">Evgeny Morozov </a>vor den Hoffnungen auf ein Cyber-Utopia: </span></p>
<p><span><span id="more-328"></span></span><span>Wenn das Internet, wie in China, gar nicht mehr zensiert würde, </span>sei es falsch anzunehmen, dass die User dort plötzlich mehr politische Rechte verlangen würden. Statt sich Amnesty International-Berichte herunterzuladen, würden sie doch wahrscheinlich eher den neuen James Bond Streifen suchen. Auch die Bedeutung der Blogger in Ländern wie Ägypten sei mit Vorsicht zu genießen. Von der Presse der westlichen Industriestaaten würden sie oft als Triebfeder für Demokratisierung bechrieben. Dabei käme es zu den Verzerrungen, da nur die englischsprachigen lokalen Blogger rezipiert würden &#8211; die Nutzung von Blogs durch die Muslimische Bruderschaft in Ägypten hingegen würde beispielsweise keine Beachtung geschenkt.</p>
<p>In dem Zusammenhang sei auch auf den <a href="http://www.crisscrossed.net/2009/06/17/google-wave-real-time-trouble-and-the-persistent-belief-in-tools/" target="_blank">Beitrag</a> von Christian Kreutz verwiesen &#8211; &#8220;Google Wave: Real-time trouble and the persistent belief in tools&#8221;: Er äußert Zweifel an dem Hype um das angekündigte Google Wave: Man müsse dann ja quasi 24/7 online sein; Echtzeit-Kollobaration könnte ein Albtraum werden. Die Aufregung um immer neue Tools sei unangebracht, solange sich an der grundsätzlich Organisationsweise von Institutionen nichts ändere.</p>
<p>Daran lässt sich nur anschließen: Die Informationsgesellschaft, die das Potential für eine progressive Transformation der Gesellschaft mit sich bringt, ist derzeit hauptsächlich die Spielwiese einer (technokratischen) Bildungselite. Was sie mit der verlangten Freiheit im Netz eigentlich anfangen will, ist nicht zur vernehmen. Zur Lösung der drängenden sozialen oder ökologischen Frage hat das Internet bislang nichts beizutragen.</p>

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		<title>Leitfaden für Twitter-Kampagnen</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/leitfaden-fur-twitter-kampagnen/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 07:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

In Zusammenhang mit Unruhen in Moldawien wurde von einer &#8220;Twitter-Revolution&#8221; gesprochen. Jetzt wird diskutiert, inwiefern der Microblogging-Dienst Twitter überhaupt als Kampagnentool taugt.
Auf der Website DigiActive ist soeben ein kompaktes englischsprachiges Handbuch über &#8220;Twitter for Activism&#8221; erschienen. Angesichts des Hypes um Twitter wolle man Missverständnisse ausräumen, heißt es dort einleitend.
Nach einer Einführung der Twitter-Nutzung werden fünf [...]]]></description>
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<p><img class="alignright" src="http://www.digiactive.org/wp-content/uploads/cover1-imgonly-300.jpg" alt="" width="300" height="425" />In Zusammenhang mit Unruhen in Moldawien wurde von einer &#8220;<a href="http://digitale-demokratie.org/2009/die-twitter-revolution-in-moldawien/" target="_blank">Twitter-Revolution</a>&#8221; gesprochen. Jetzt wird diskutiert, inwiefern der Microblogging-Dienst Twitter <a href="http://beth.typepad.com/beths_blog/2009/04/twitter-for-activism-tool-vs-strategy-debate-and-a-new-twitter-activism-guide.html" target="_blank">überhaupt als Kampagnentool taugt</a>.</p>
<p>Auf der Website DigiActive ist soeben ein kompaktes englischsprachiges Handbuch über &#8220;<a href="http://www.digiactive.org/2009/04/13/twitter_guide/" target="_blank">Twitter for Activism</a>&#8221; erschienen. Angesichts des Hypes um Twitter wolle man Missverständnisse ausräumen, heißt es dort einleitend.</p>
<p>Nach einer Einführung der Twitter-Nutzung werden fünf Anwendungsszenarien beschrieben (Spread the Word, Campaigns, Coordinating Collective Action, Crowdsourcing, Personal Security). Schließlich wird noch ein Schritt-für-Schritt Leitfaden für eine Twitter-Kampagne geliefert.</p>

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		<title>Die &#8220;Twitter-Revolution&#8221; in Moldawien</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnenführung]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Moldawien]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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Nachdem bei der &#8220;Orangenen Revolution&#8221; in der Ukraine der SMS als Medium eine bedeutende Rolle zugeschrieben wurde, ist nun Twitter das angesagte &#8220;Revolutionswerkzeug&#8221;: Bei den aktuellen Protesten in Folge der Wahlen am vergangenem Sonntag in Moldawien finden sich unter dem Twitter-Hashtag #pman (Piata Marii Adunari Nationale &#8211; größte Platz in der Hauptstadt Moldawiens, Chisenau) zahllose [...]]]></description>
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<p>Nachdem bei der &#8220;Orangenen Revolution&#8221; in der Ukraine der SMS als Medium eine bedeutende Rolle zugeschrieben wurde, ist nun Twitter das angesagte &#8220;Revolutionswerkzeug&#8221;: Bei den aktuellen Protesten in Folge der Wahlen am vergangenem Sonntag in Moldawien finden sich unter dem Twitter-Hashtag <a href="http://www.mybot.ro/pman/" target="_blank">#pman</a> (<span class="status-body"><span class="entry-content">Piata Marii Adunari Nationale &#8211; größte Platz in der Hauptstadt Moldawiens, Chisenau) zahllose Einträge, die Gerüchte, Kommentare und Aktionstermine ventilieren &#8211; da darf der Slogan &#8220;<a href="http://www.inspiredm.com/2009/04/07/the-revolution-will-be-twitterised-pman/comment-page-1/#comment-128" target="_blank">The revolution will be twitterised</a>&#8221; nicht fehlen.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><br />
Bei <a href="http://neteffect.foreignpolicy.com/node/16816" target="_blank">Foreign Policy</a> wundert sich Autor Evgeny Morozov darüber, dass in einem Low-Tech Land wie Moldawien nun so eine Technolgie genutzt wird.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><br />
Es gibt allerdings Zweifel an der <a href="http://frontlineclub.com/blogs/danielbennett/2009/04/the-myth-of-the-moldova-twitter-revolution.html" target="_blank">Rolle von Twitter</a>, nicht zuletzt weil die Protestierenden zur Nutzung des Dienstes den Platz zu verlassen hätten. Andernorts wird aber auf das <a href="http://clickeral.blogspot.com/2009/04/revolution-will-be-run-on-mcdonalds.html" target="_blank">freien W-Lan von McDonald</a> Ort verwiesen.<br />
</span></span></p>
<p><span id="more-224"></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><br />
Bereits erwähnter Evgeny Morozow führt in <a href="http://neteffect.foreignpolicy.com/posts/2009/04/07/more_analysis_of_twitters_role_in_moldova" target="_blank">einem weiteren Post</a> aus, dass er nur 70 Twitter-Accounts mit dem Standort Chisenau finden kann; viele Leute mit rumänisch klingenden Namen aus dem restlichen Europa würden fleißig mittwittern. Weiter sei Twitter derzeit ein Liebling westlicher Medien, deswegen gäbe es auch viel internationale Resonanz.</span></span></p>
<p><span class="status-body"><span class="entry-content"><br />
In einem Kommentar zu Morozows Beitrag heißt es, dass via <a href="http://www.blogosfera.md/" target="_blank">Blognetzwerken</a> und Sozialen Netzwerken wie Facebook eine Flash-Mob Aktion organisiert wurde; erst später spielten mobile Geräte eine Rolle in der Mobilisierung von mehr Demonstrierenden.<br />
</span></span></p>

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		<title>Sicherheits-Werkzeugkiste</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/sicherheits-werkzeugkiste/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 07:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Verschlüsselung]]></category>

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		<description><![CDATA[

Das Tactical Tech Collective hat unlängst seine Sammlung Security in-a-Box vorgestellt. Es enthält diverse englischsprachige Anleitungen zur Nutzung und Installation von Sicherheitsmaßnahmen am Rechner; also etwa E-Mail-Verschlüsselung, verschlüsseltes Chatten, vollständiges Löschen von Dateien auf der Festplatte, Verschlüsselung von Festplatten usw.
Die Werkzeugkiste wurde zusammen mit der Rechtsanwalt-NGO Front Line entwickelt; andere Toolkits finden sich unter NGO-in-a-Box.


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<p><img class="alignright" src="http://www.tacticaltech.org/files/tacticaltech/images/smallsecurity-for-site.png" alt="" width="240" height="147" />Das Tactical Tech Collective hat unlängst seine Sammlung <a href="http://security.ngoinabox.org/" target="_blank">Security in-a-Box</a> vorgestellt. Es enthält diverse englischsprachige Anleitungen zur Nutzung und Installation von Sicherheitsmaßnahmen am Rechner; also etwa E-Mail-Verschlüsselung, verschlüsseltes Chatten, vollständiges Löschen von Dateien auf der Festplatte, Verschlüsselung von Festplatten usw.</p>
<p>Die Werkzeugkiste wurde zusammen mit der Rechtsanwalt-NGO <a href="http://www.frontlinedefenders.org/" target="_blank">Front Line</a> entwickelt; andere Toolkits finden sich unter <a href="http://ngoinabox.org/" target="_blank">NGO-in-a-Box</a>.</p>

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		<title>Machen Facebook-Kampagnen Sinn?</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/machen-facebook-kampagnen-sinn/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 11:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kampagnenführung]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>

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Vergangen Sommer veröffentlichte DigiActive einen Leitfaden zu &#8220;Facebook-Activism&#8220;, also zur Nutzung des populären sozialen Netzwerks für Kampagnen.
Im Rahmen des Kurses &#8220;Digital Democracy in the 21st century&#8221; an der Tuft-Universität in Massachusetts wurden drei Kritikpunkte an dieser Art von Kampagnenführung geäußert:
Erstes sei fraglich, ob solche Kampagnen für die nötige Verbindlichkeit untereinander sorgen kann; weiter sei zweifelhaft, [...]]]></description>
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<p><img class="alignright" src="http://www.digiactive.org/wp-content/uploads/facebook-guide-cover300px.jpg" alt="" width="205" height="274" />Vergangen Sommer veröffentlichte DigiActive einen Leitfaden zu &#8220;<a href="http://www.digiactive.org/2008/06/28/guide-a-digiactive-introduction-to-facebook-activism/" target="_blank">Facebook-Activism</a>&#8220;, also zur Nutzung des populären sozialen Netzwerks für Kampagnen.</p>
<p>Im Rahmen des Kurses &#8220;Digital Democracy in the 21st century&#8221; an der Tuft-Universität in Massachusetts wurden <a href="http://tuftsdigitaldemocracy.wordpress.com/2009/03/10/a-criticism-of-a-digictive-introduction-to-facebook-activism/" target="_blank">drei Kritikpunkte</a> an dieser Art von Kampagnenführung geäußert:</p>
<p>Erstes sei fraglich, ob solche Kampagnen für die nötige Verbindlichkeit untereinander sorgen kann; weiter sei zweifelhaft, ob ein anhaltendes Engagement erreicht werden kann. Drittens bleibe die Frage nach den Ergebnissen &#8211; eine rein quantitativ hohe Zahl von UnterstützerInnen einer Kampagne bei Facebook sage über ihrer Relevanz und Auswirkungen wenig  aus.</p>
<p>Eine interessante Quellensammlung ist das <a href="http://digitaldemocracy.pbwiki.com/" target="_blank">Wiki des Uni-Kurses</a>, das auf Materialien rund um digitale Demokratie verweist.</p>

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		<title>wahl.de: Webpolitik-Rauschen in Echtzeit</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 10:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Webpolitik]]></category>

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Ob quantitativ viel Aktivität im Netz gleich mit gehaltvollener Politik einhergeht, sei mal dahingestellt. Auf wahl.de findet sich jedenfalls seit einigen Wochen ein Angebot, welches das Agieren von hunderten PolitikerInnen in den diversen sozialen Netzwerken (Twitter, YouTube, Facebook, MySpache, FlickR) abbildet &#8211; und zwar in Echtzeit. Was auf den ersten Blick erstmal wie überfordernd viel [...]]]></description>
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<p><img class="alignnone size-full wp-image-63" title="wahlde" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/03/wahlde.jpg" alt="wahlde" width="440" height="270" /></p>
<p>Ob quantitativ viel Aktivität im Netz gleich mit gehaltvollener Politik einhergeht, sei mal dahingestellt. Auf <a href="http://www.wahl.de/" target="_blank">wahl.de</a> findet sich jedenfalls seit einigen Wochen ein Angebot, welches das Agieren von hunderten PolitikerInnen in den diversen sozialen Netzwerken (Twitter, YouTube, Facebook, MySpache, FlickR) abbildet &#8211; und zwar in Echtzeit. Was auf den ersten Blick erstmal wie überfordernd viel Information aussieht, ist ein durchdachtes Analysetool: So lässt sich schnell erfahren, wer in den Netzwerken gerade eine Rolle spielt (Big Mover) und eben wie aktiv ist (Big Shaker).</p>
<p><span id="more-59"></span></p>
<p>Interessant ist der <a href="http://www.wahl.de/bundestweet" target="_blank">Bundestweet</a>, der die Kurznachrichten der Politikschaffenden bei Twitter darstellt und der sich nach Parteien, Amt, Ebene filtern lässt; in absehbarer Zeit soll auch die Möglichkeit dazukommen, die Tweets nach Themen und Zeiträumen sortieren zu können.</p>
<p>Dahinter steckt die Agentur <a href="http://compuccino.com/" target="_blank">Compuccino</a> , die sich die vorher brachliegende Domain &#8220;wahl.de&#8221; <a href="http://www.wahl.de/blog/090113/es-kann-losgehen-ein-gruendungsmythos" target="_blank">ausgeliehen hat</a>.  Man selbst versteht sich als &#8220;parteiungebunden&#8221; und als &#8220;aktive User mit ausgeprägtem politischen Interesse&#8221;.</p>

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		<title>Digitale Planwirtschaft</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/digitale-planwirtschaft/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2009 11:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Planwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialismus d. 21. Jh.]]></category>

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Planwirtschaft als Wirtschaftskonzept des &#8220;real-existierenden Sozialismus&#8221; gilt als gescheitert. Tatsächlich gibt es weiterhin Bereiche, die gänzlich planwirtschaftlich organisiert sind, etwa der Anbau von Opium für die Herstellung von Morphien und anderen Arzneimitteln (siehe z.B. hier: &#8220;Das ständige Opium-ZK und der kleine Bruder der Planwirtschaft: der Schwarzmarkt&#8221; oder  hier: &#8220;Vom Rauschmittel zum Medikament&#8221;).
In Zeiten der [...]]]></description>
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<p>Planwirtschaft als Wirtschaftskonzept des &#8220;real-existierenden Sozialismus&#8221; gilt als gescheitert. Tatsächlich gibt es weiterhin Bereiche, die gänzlich planwirtschaftlich organisiert sind, etwa der Anbau von Opium für die Herstellung von Morphien und anderen Arzneimitteln (siehe z.B. <a href="http://www.rav.de/infobrief92/scheerer.htm" target="_blank">hier</a>: &#8220;Das ständige Opium-ZK und der kleine Bruder der Planwirtschaft: der Schwarzmarkt&#8221; oder  <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25197/1.html" target="_blank">hier</a>: &#8220;Vom Rauschmittel zum Medikament&#8221;).</p>
<p>In Zeiten der &#8220;Weltwirtschaftskrise&#8221; sind gangbare Alternativen zum herrschenden kapitalistischem Wirtschaftssystem rar; die Idee einer durch Computer unterstützten Planwirtschaft ist zumindestens als Anregung beachtenswert.  W. Paul Cockshott and Allin Cottrell haben bereits 1993 ihr Buch <a href="http://ricardo.ecn.wfu.edu/~cottrell/socialism_book/" target="_blank">Towards a New Socialism</a> gechrieben (hinter dem Link findet sich u.a. das englischprachige PDF des Buchs &#8211; 2006 ist es in Deutsch <a href="http://www.papyrossa.de/sites_buchtitel/cockshott_alternativen.htm" target="_blank">erschienen</a>).<span id="more-42"></span></p>
<p>Auf der letzten Rosa-Luxemburg Konferenz in Berlin hat Cockshott <a href="http://www.puk.de/nhp/index.php/de/nhp/980-paul-cockshott-die-technik-des-sozialismus-existiert.html" target="_blank">ein Referat gehalten</a>. Dort hieß es:</p>
<blockquote><p>Die Grundlage für die Bearbeitung solcher Probleme durch den Computer ist die so genannte Input-Output-Tabelle. Die Input-Output-Tabelle für eine Wirtschaft zeigt, wie viel von einem Produkt verwendet wird, um den End-Output zu erreichen. Diese Berechnung lässt sich für die Planung verwenden, um festzustellen, wie viel Arbeit in jeder Ware steckt. (…) Mit der Verwendung dieser Methode erreicht man eine ganz andere Komplexitätsordnung. Die Zeit, die für komplizierte wirtschaftliche Berechnungen erforderlich ist, reduziert sich von 10 000 Jahren auf etwa sechs Sekunden, das heißt, das Ganze lässt sich durch moderne Technik enorm reduzieren. Man kann die Kalkulation mit Hilfe von Supercomputern heute in Echtzeit machen.</p></blockquote>
<p>Kritisch setzt man sich mit diesem Ansatz bei keimform.de <a href="http://www.keimform.de/2008/07/12/geplanter-kapitalismus/" target="_blank">auseinander</a>.</p>

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