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	<title>Digitale Demokratie &#187; Informationsgesellschaft</title>
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	<description>Die Politik der Informationsgesesellschaft</description>
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		<title>Macht und Verwaltung im postinstitutionellen Staat</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 12:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ziel des E-Government ist die Digitalisierung aller Verwaltungsvorgänge: Elektronischer Personalausweis, digitale Gesundheitskarte und Jobcard-Verfahren statten demnächst alle BürgerInnen mit eindeutigen und rechtsverbindlichen digitalen Identitäten aus. Mit der elektronischen Identität wandern die Schnittstellen zur staatlichen Verwaltung in die Brieftaschen der BürgerInnen. Der Mensch ist somit virtuell immer im Beisein des Staates. Dies ist keine „orwellianische Figur“ – der Staat beobachtet die Menschen nicht permanent, er gibt ihnen „lediglich“ ein digitales Medium, mit dem sie sich selbst dokumentieren können und somit für den Staat lesbar werden. Das Wissen darum, dass alles Handeln automatisch personenbezogen gespeichert wird, befördert Selbst-Regierung durch Selbst-Disziplinierung. Der herkömmliche Datenschutz wird zunehmend seiner Grundlagen entledigt; Aussichten auf Emanzipation liegen in Ausgestaltungsformen, die für BürgerInnen ein Maximum an Verfügungsgewalt an sämtlichen Daten gestattet: Das würde konsequenterweise bedeuten, dass keine Transaktion mit Daten einer Person stattfinden kann, ohne dass diese die Verwendung dieser konkreten Daten zuvor authentifiziert hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-16" href="http://digitale-demokratie.org/2008/vom-ende-des-datenschutzes/datenschutz/"><img class="size-thumbnail wp-image-16 alignright" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2008/09/datenschutz-150x150.jpg" alt="Datenschutz" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong><em>Thesen zum eGovernment, von Christoph Engemann und Norbert Schepers</em></strong></p>
<p>Staat ist ohne Verwaltung nicht denkbar – was ist Verwaltung? Verwaltung ist die organisierte Implementierung und Durchsetzung der staatlichen Ziele und Programme. Sie wirkt auf die Gesellschaft und ihre Mitglieder in zielorientierter Weise ein. Die Ziele der Verwaltung werden durch die Politik bestimmt und sollten Gegenstand demokratischer Entscheidungsfindung sein.</p>
<p>Verwaltung ist räumlich und zeitlich im (gesellschaftlichem) Leben präsent. Noch jedes Dorf hat eine Amtsstelle, jeder Mensch durchläuft im Lebenslauf von Geburt über Schule, Standesamt, Steuerbehörde bis zum Tod verschiedene Verwaltungsstationen.</p>
<p>Unter informationstechnischen Bedingungen verändert sich Verwaltung. Die Schnittstellen zu Verwaltung waren Institutionen aus <em>Brick and Mortar</em>. <strong>An die Stelle dieser Institutionen treten nun digitale Schnittstellen.<span id="more-614"></span></strong></p>
<p>Ein Beispiel hierfür ist die LKW-Maut. An Stelle von steinernen Mautstellen, die den Verkehrsfluss behindern, sind in Deutschland On Board Units auf den Fahrzeugen getreten, welche die Maut satellitengestützt und entfernungsabhängig erheben. Faktisch ist damit die Schnittstelle zum Verwaltungsprozess in die LKWs gerückt und zum Teil des Fahrzeugs geworden.</p>
<p>Biopolitische Verwaltungen, wie u.a. das Gesundheitswesen, das Ausbildungswesen und das Strafwesen, befinden sich in ähnlichen Entwicklungen, die mit <strong>E-Government</strong> bezeichnet werden.</p>
<p>Kernstück von E-Government ist die <strong>Digitalisierung der Verwaltungsvorgänge, d.h. die Ablösung des Papiermediums und seine Ersetzung durch digitale Medien</strong>. Es handelt sich dabei um eine informationstechnisch und juristisch außerordentlich komplexe Entwicklung, die in Deutschland seit mehr als 15 Jahren betrieben wird; <strong>Hauptfeld der konkreten Projekte ist die Sozialpolitik</strong>.</p>
<p>Verwaltung kann nur da funktionieren, wo sie Menschen eindeutig identifizieren kann. Im Realraum geschieht dies mittels Papier: Personalausweis, Pässe etc.</p>
<p>Digitale Verwaltung, die über das Internet abgewickelt wird, benötigt ebensolche Identifikationsmittel. Die digitale Identität steht entsprechend auch an erster Stelle der E-Government Projekte: elektronischer Personalausweis (ePA), digitale Gesundheitskarte und Jobcard Verfahren statten alle Bundesbürger mit solchen staatlich anerkannten digitalen Identitäten aus. Die Einführung einer bundeseinheitlichen Steuernummer TIN (Taxpayer Identification Number) gehört ebenfalls in diesen Zusammenhang.</p>
<p>Mit der elektronischen Identität wandern die Schnittstellen zu staatlichen Verwaltungsprozessen in die Brieftaschen der Bürger. Jeder Internetanschluss kann zum Verwaltungsportal werden. <strong>Der Mensch ist virtuell immer im Beisein des Staates.</strong></p>
<p>Dies ist keine „orwellianische Figur“ – der Staat beobachtet die Menschen nicht permanent (zumindest ist dies nicht der Regelfall für die Breite der Bevölkerung und nicht die ursprüngliche Intention der beschriebenen Systeme), er gibt ihnen ‚lediglich’ ein digitales Medium, mit dem die Menschen sich selbst dokumentieren, <em>sich aufschreiben</em> können und somit für den Staat lesbar werden. Anstelle der <em>orwellianischen top-down visibility</em> tritt eine <em>post-orwellianische bottom up visibility</em>: man kann aufzeichnen, was man wann und wo tut. Beispiele sind hier Gesundheitspräventionsprogramme im Zusammenhang mit der Gesundheitskarte, bei denen das Training in Echtzeit in die Gesundheitsakte übertragen wird.</p>
<p>Hier werden Verwaltungsakte <em>postinstitutionell</em>: Handlungen finden weiterhin im Hinblick auf staatlich definierte Ziele statt (hier Gesundheitsprävention), jedoch nicht in einem institutionellem Rahmen, sondern außerhalb der Grundmauern solcher Gebäude an einem beliebigen Ort. <strong>Die staatliche Macht verschwindet damit nicht, obwohl sie im Realraum weniger präsent ist.</strong></p>
<p>Die Bedeutung, Potentiale und Gefahren dieses permanenten Beiseins sind noch ungenügend beforscht und verstanden. Es kann jedoch gesagt werden, dass hier eine <strong>Weiterentwicklung neoliberaler Politik</strong> stattgefunden hat (mit offenem Ausgang): Ein wesentliches Element der Wirkungs-Logik <em>post-orwellianischen bottom up visibility</em> ist die <strong>Implementierung einer Form von Selbst-Regierung</strong>, die nicht vorrangig auf Überwachung setzen muss, sondern auf die Selbst-Disziplinierung von Individuen, welche nicht zuletzt aus dem Wissen resultiert, dass alles persönliche Handeln automatisch und unausweichlich personenbezogen gespeichert wird, Abweichung von der Norm entweder irrational oder schlicht zu teuer ist.</p>
<p><strong>Der herkömmliche Datenschutz wird zunehmend seiner Grundlagen entledigt; Aussichten auf Emanzipation liegen in den Ausgestaltungsformen</strong>, die für BürgerInnen ein Maximum an Verfügungsgewalt an sämtlichen Daten gestatten: Das würde konsequenterweise bedeuten, dass keine Transaktion mit Daten einer Person stattfinden kann, ohne dass diese die Verwendung dieser konkreten Daten zuvor authentifiziert hat.</p>
<p><em>Thesenpapier von <a href="http://cyberlaw.stanford.edu/blog/christoph-engemann" target="_blank">Christoph  Engemann</a> und <a href="http://norbert.schepers.info/" target="_blank">Norbert Schepers</a> vom November 2008 für eine interne Debatte zum Thema Demokratie, Herrschaft, Verwaltung. </em></p>
<p><em><strong><em>eGovernment-Thesen als PDF: <a rel="attachment wp-att-617" href="http://digitale-demokratie.org/2010/macht-und-verwaltung-im-postinstitutionellen-staat/0811_egovernment-thesen_engemann_schepers/">0811_eGovernment-Thesen_Engemann_Schepers</a></em></strong></em></p>

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		<title>Kapitalismus dot com &#8211; Berlin, 29.05.2010</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 21:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[digitale Bürgerrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[

Digitale Produktionsverhältnisse und politische Perspektiven
Tagung in Berlin, 29. Mai 2010, 10 Uhr bis 17:30 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Die Entwicklung von Technologien ist wesentlicher Bestandteil  kapitalistischer Reproduktion. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die  kapitalistische Dynamik durch digitale Informations- und  Kommunikationstechnologien geprägt. Von der &#8220;Wissens- und  Informationsgesellschaft&#8221; [...]]]></description>
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<p><strong><img class="alignright size-thumbnail wp-image-609" title="kapitalismus.com" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2010/05/kapitalismus.com-150x150.jpg" alt="kapitalismus.com" width="150" height="150" />Digitale Produktionsverhältnisse und politische Perspektiven</strong></p>
<p><strong>Tagung in Berlin, 29. Mai 2010, 10 Uhr bis 17:30 Uhr</strong><br />
Haus der Demokratie und Menschenrechte,<br />
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin</p>
<p>Die Entwicklung von Technologien ist wesentlicher Bestandteil  kapitalistischer Reproduktion. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird die  kapitalistische Dynamik durch digitale Informations- und  Kommunikationstechnologien geprägt. Von der &#8220;Wissens- und  Informationsgesellschaft&#8221; ist die Rede, von der &#8220;Digitalen Revolution&#8221;,  dem &#8220;Information Super Highway&#8221; oder dem &#8220;Cyberspace&#8221;. Die neuen  Technologien durchdringen alle Sphären bürgerlicher Gesellschaft wie  Kapital, Eigentum, Arbeit, Staat, Recht und Öffentlichkeit. Diese waren  zwar in der Geschichte der Linken immer wieder Gegenstand politischer  Kritik und Praxis, vor dem Hintergrund der &#8220;digitalisierten&#8221;  gesellschaftlichen Realität stellt sich jedoch die Frage einer  angemessenen Situationsanalyse und Ausrichtung emanzipativer Politik  neu. Entsprechend sollen auf der Tagung folgende Fragen diskutiert  werden: Wie funktioniert Ausbeutung und Herrschaft im &#8220;digitalisierten&#8221;  Kapitalismus? Welche gesellschaftlichen Auseinandersetzungen,  Kräfteverhältnisse und Widerstandspotentiale entstehen? Welche Debatten  werden darum geführt und wie könnte linke Intervention aussehen?</p>
<p>Kapitalismus dot com: Die globale Wissensökonomie • Konflikte um  Arbeit und Eigentum im &#8220;digitalen&#8221; Kapitalismus • Regieren und Regiert  werden 2.0 • Linke Intervention und Digitalisierung. Mit Ursula Huws,  Constanze Kurz, Susanne Lang, Andrea Baukrowitz, Nadine Müller, Stefan  Meretz, Sabine Nuss, Christoph Engemann, Boris Traue, Albrecht Maurer,  Lars Bretthauer, Tobias Schulze, Katharina Weise, Norbert Schepers.</p>
<p>Programm und weitere Informationen sowie Anmeldung bei den  VeranstalterInnen der Tagung:<br />
<a href="http://www.rosalux.de/shorturl/kapitalismus-dot-com" target="_blank">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a> und <a href="http://www.helle-panke.de/topic/3.html?id=580&amp;context=0" target="_blank">»Helle Panke« e.V. &#8211;  Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin</a>.</p>

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		<title>Liquid Democracy-Test im digitalen Kapitalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 13:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
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		<category><![CDATA[liquid democracy]]></category>

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&#8220;Dagegen ist das, was wir heute erleben, eine Neuordnung des gesamten Informations- und Kommunikationssystems. Und im Gegensatz zu Revolutionen nach dem Muster von 1789 oder 1917, die sich als gesellschaftliche Umwälzungen im nationalen Rahmen vollzogen, setzen sich die Formen des umfassenden kulturellen Wandels heute auf internationaler Ebene durch, und die treibende Kraft dabei sind keine [...]]]></description>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="471" height="353" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8551556&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=c22121&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="471" height="353" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8551556&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=c22121&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8220;Dagegen ist das, was wir heute erleben, eine Neuordnung des gesamten Informations- und Kommunikationssystems. Und im Gegensatz zu Revolutionen nach dem Muster von 1789 oder 1917, die sich als gesellschaftliche Umwälzungen im nationalen Rahmen vollzogen, setzen sich die Formen des umfassenden kulturellen Wandels heute auf internationaler Ebene durch, und die treibende Kraft dabei sind keine soziale Massenbewegungen, sondern Wirtschaftsinteressen.&#8221; Das schreibt der US-amerikanische Wissenschaftler Dan Schiller in der deutschen Ausgabe der Monatszeitung Le Monde Diplomatique vom Dezember 2009 unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.dossier/finanzen.id,200912110010" target="_blank">Alles wird anders, alles wird Markt</a>&#8221; (das englischsprachige Original findet sich <a href="http://www.counterpunch.org/schiller12162009.html" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Tatsächlich hat das nunmehr 20-jährige Internet keinen nennenswerten Fortschritt im Sinne einer gerechteren, sozialen und demokratischen Gesellschaft hervorgebracht. Zwar kann mensch sich besser informieren und konsumieren, aber für eine politische Organisierung im großen Maßstab wird das Netz bislang nicht genutzt. Unter diesem Aspekt ist das Konzept von <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank">Liquid Democracy</a> (LD) spannend, da es den technologischen Rahmen des Internets nutzt, um eine nicht zuletzt auf Kompetenz beruhende Mischform aus direkter und Räte-Demokratie zu ermöglichen. <span id="more-576"></span></p>
<p>Die Berliner Landesverband der Piratenpartei <a href="http://berlin.piratenpartei.de/index.php/2010/01/03/pressemitteilung-piratenpartei-revolutioniert-parteiinternen-diskurs-interaktive-demokratie-mit-liquid-feedback/" target="_blank">führte nun zum Jahreswechsel</a> für seine interne Organisierung solch ein LD-System ein. Das obenstehende <a href="http://media.ccc.de/browse/congress/2009/26c3-3464-de-liquid_democracy.html" target="_blank">Video</a> ist eine Aufnahme eines <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/events/3464.en.html" target="_blank">einstündigen Vortrags</a> (Folien als <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/Fahrplan/attachments/1340_Folien" target="_blank">pdf</a>) vom Chaos Communications Congress von Ende des vergangenen Jahres. Es sprechen Leute des <a href="http://liqd.de" target="_blank">Liquid Democracy e.V</a>. <span style="text-decoration: line-through;">und Macher des</span> u.a. über das nun von der Berliner Piratenpartei genutzen Systems <a href="http://liquidfeedback.org" target="_blank">Liquid Feedback</a> (unter letzterer URL kann man auch einen Testaccount erhalten). Wer sich für die technischen Aspekte von LD interessiert, <a href="http://wiki.liqd.de/Barcamp09/Dokumentation" target="_blank">findet hier Aufzeichnungen</a> von einem Entwickler-Barcamp zum Thema im November 2009. Im Frühjahr diesen Jahres soll es eine weitere Veranstaltung geben, die sich auf den politischen und rechtlichen Rahmen konzentrieren wird.</p>
<p>Rein formal sprechen derzeit das Parteienrecht gegen den Einsatz von LD bei Wahlen; ganz abgesehen von Sicherheitsaspekten. Andererseits stellt LD oder andere webbasierte politische Systeme eine logische Folge für eine Gesellschaft dar, die insgesamt mehr und mehr ihrer gesellschaftlichen Organisierung ins Netz verlegt.</p>
<p>Die Piratenpartei ist insofern Avantgarde. Läuft die Erprobung von LD positiv, wird sie andere Parteien unter Zugzwang setzen. Für den Einsatz von LD bringen die Piraten ideale Voraussetzungen mit: Abgesehen davon, dass sie hauptsächlich aus technik- und webaffinen sowie relativ vielen engagierten Mitgliedern besteht, gibt es keinen althergebrachten Parteiapparat, der sich gegen eine faktische Entmachtung durch eine basisdemokratische Organisierung stemmen könnte.</p>
<p><span style="font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><br />
</span></p>

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		<title>Buch: Digitale Demokratie &#8211; alles auf Anfang</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 08:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>

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Unlängst erschien das Buch &#8220;Digitale Demokratie &#8211; alles auf Anfang&#8221; online (scribd &#8211; bei netzpolitik.org als pdf-Download) &#8211; es ist auch in gedruckter Form erhältlich.
Es dokumentiert Ergebnisse und Positionen der &#8220;Unkonferenz&#8221; reboot_d vom September diesen Jahres.
Damals trafen sich rund 50 Leuten und sprachen etwa über Gesetzgebung 2.0 und OpenData. Das Buch, das unter einer Creative [...]]]></description>
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<p><img class="size-full wp-image-572 alignright" style="border: 1px solid black;" title="reboot" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/11/reboot.png" alt="reboot" width="240" height="208" />Unlängst erschien das Buch &#8220;<a href="http://www.reboot-d.de/doku.php" target="_blank">Digitale Demokratie &#8211; alles auf Anfang</a>&#8221; online (scribd &#8211; bei netzpolitik.org als <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/Reboot-D-Digitale-Demokratie-Alles-auf-Anfang.pdf" target="_blank">pdf-Download</a>) &#8211; es ist auch in gedruckter Form erhältlich.</p>
<p>Es dokumentiert Ergebnisse und Positionen der &#8220;Unkonferenz&#8221; <a href="http://www.reboot-d.de/" target="_blank">reboot_d</a> vom September diesen Jahres.</p>
<p>Damals trafen sich rund 50 Leuten und sprachen etwa über Gesetzgebung 2.0 und OpenData. Das Buch, das unter einer Creative Commons Lizenz erschienen ist, enthält etwas 20 Beiträge und Interviews zu dem Themenkomplex.</p>

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		<title>Brandenburg: Internet und Datenschutz im Koalitionsvertrag</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 22:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen P.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

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Der rot-rote Koalitionsvertrag in Brandenburg, der wahrscheinlich durch die Parteitage von Linkspartei und SPD genehmigt wird der durch die Parteitage von Linkspartei und SPD genehmigt wurde, enthält, anders als sein Vorgänger aus 2004 zwischen CDU und SPD, einige Punkte zur Informationsgesellschaft:
Der Ausbau der Breitbandinternet-Infrastruktur in Brandenburg ist eine notwendige Voraussetzung zur Sicherung und Entwicklung des [...]]]></description>
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<p>Der rot-rote <a href="http://www.dielinke-brandenburg.de/fileadmin/Koalition/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag in Brandenburg</a>, <span style="text-decoration: line-through;">der wahrscheinlich durch die Parteitage von Linkspartei und SPD genehmigt wird</span> der durch die Parteitage von Linkspartei und SPD genehmigt wurde, enthält, anders als sein <a href="http://www.brandenburg.de/media/1102/koavertrag.pdf" target="_blank">Vorgänger aus 2004</a> zwischen CDU und SPD, einige Punkte zur Informationsgesellschaft:</p>
<p><em>Der Ausbau der Breitbandinternet-Infrastruktur in Brandenburg ist eine notwendige Voraussetzung zur Sicherung und Entwicklung des Standortes Brandenburg. (&#8230;) Der Wettbewerb der Netzanbieter alleine wird die bestehende quantitative und qualitative Unterversorgung nicht beseitigen können. </em><em>(&#8230;)</em><em> Wir werden mit den Netzanbietern den Dialog fortsetzen. Es ist unser Ziel, alle verfügbaren Netze so auszubauen, dass jedem Brandenburger ein hochleistungsfähiger Breitbandinternetanschluss zur Verfügung steht.<span id="more-543"></span></em></p>
<p>Richtig ist dabei, dass es immer noch viele Gebiete in Brandenburg (und anderswo) gibt, in denen es Internet nur per ISDN gibt. Bahnbrechend ist der Ansatz im Koalitionsvertrag aber nicht, denn hier wird ein bereits vorhandenes Lieblingsprojekt der Brandenburger Staatskanzlei fortgesetzt. Leider wird das Vorhandensein von leistungsfähigen Internetanschlüssen nur als Standortfaktor betrachtet und nicht auch als ein demokratisch notwendiges Grundrecht jedes einzelnen Bürgers. Die Erkenntnis, dass der Markt auch hier nicht alles regelt, ist richtig. Aber man will es dennoch mit diesen Wettbewerbern lösen, was wohl mindestens auch auf  Formen von Subvention hinauslaufen dürfte. Die Idee, das Problem auch durch Förderung partizipativer Bürgernetze wie z.B. <a href="http://www.freifunk-brb.de/" target="_blank">Freifunk</a> in Angriff zu nehmen, scheint in linken Kreisen nur partiell angekommen zu sein.</p>
<p>Ein tatsächliche Neuerung soll es dagegen beim Datenschutz geben. Die Kompetenzen des Datenschutzbeauftragten werden in einer neuen Behörde auf den privatwirtschaftlichen Bereich ausgeweitet, bisher ist dieser Bereich nur als eine Abteilung beim Innenministerium angesiedelt:</p>
<p><em>Die Koalition wird den institutionellen Datenschutz stärken. Dazu soll die Aufsicht über den der öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich(e) in einer Behörde zusammengefasst und unabhängig wahrgenommen werden.</em></p>
<p>Einen Prüfauftrag gibt es für den Ausbau von digitalen internen Verwaltungsstrukturen und für E-Government. Dass der Pflege von öffentlichen Webseiten wie brandenburg.de (also wohl Relaunch) ein eigener Satz gewidmet ist, ist vielleicht lustig, aber sollte doch eigentlich überflüssig sein.</p>

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		<title>Da fehlt doch was!</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/da-fehlt-doch-was/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 10:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen P.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Bürgerrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[

&#8220;Informationsgesellschaft
11. Digitale Demokratie stärken

Die Linke wird sich für einen diskriminierungsfreien Zugang aller Menschen zur Informationsgesellschaft einsetzen, sich für die Freiheit im Internet stark machen und die demokratiegefährdende anlass- und verdachtslose Durchleuchtung der Nutzer/innen moderner Kommunikationstechniken (z.B. durch Vorratsdatenspeicherung) nicht hinnehmen.&#8221;
So oder so ähnlich könnte der 11. Absatz zum Themenbereich Netzpolitik lauten, der im Sofortprogramm der [...]]]></description>
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<p><em>&#8220;<strong>Informationsgesellschaft</strong><span style="text-decoration: underline;"><br />
11. Digitale Demokratie stärken<br />
</span></em></p>
<p><em>Die Linke wird sich für einen diskriminierungsfreien Zugang aller Menschen zur Informationsgesellschaft einsetzen, sich für die Freiheit im Internet stark machen und die demokratiegefährdende anlass- und verdachtslose Durchleuchtung</em><em> der Nutzer/innen moderner Kommunikationstechniken (z.B. durch Vorratsdatenspeicherung) nicht hinnehmen.&#8221;<span id="more-518"></span></em></p>
<p>So oder so ähnlich könnte der 11. Absatz zum Themenbereich Netzpolitik lauten, der im <a href="http://www.linksfraktion.de/positionspapier_der_fraktion.php?artikel=7707238940" target="_blank">Sofortprogramm</a> der Linksfraktion im Bundestag noch fehlt. Dass es in der Linkspartei mittlerweile viele Menschen gibt, die sich in diesem Themenbereich auskennen, ist inzwischen bewiesen &#8211; nur verstärkt einbringen müssen sie sich noch.</p>

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		<title>Die Demokratie-Maschine</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/die-demokratie-maschine/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 08:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[liquid democracy]]></category>
		<category><![CDATA[open government]]></category>

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Die Zeit des Web 3.0 scheint auf – und mit ihr neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe. Doch die meisten Parteien verschlafen die digitale Revolution.
Es sind schwierige Zeiten für die Zwischenhändler der Information. Allerorten kämpfen sie mit dem Umbruch: Die Musikindustrie ist seit Jahren in Schwierigkeiten; Verlage und Autoren hadern mit digitalen Publikationsmodellen – von der [...]]]></description>
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<p><strong><img class="size-full wp-image-496 alignright" title="anitke_wahlmaschine" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/09/anitke_wahlmaschine.jpg" alt="anitke_wahlmaschine" width="300" height="201" />Die Zeit des Web 3.0 scheint auf – und mit ihr neue Möglichkeiten der politischen Teilhabe. Doch die meisten Parteien verschlafen die digitale Revolution.</strong></p>
<p>Es sind schwierige Zeiten für die Zwischenhändler der Information. Allerorten kämpfen sie mit dem Umbruch: Die Musikindustrie ist seit Jahren in Schwierigkeiten; Verlage und Autoren hadern mit digitalen Publikationsmodellen – von der Krise der Printmedien ganz zu schweigen.</p>
<div>
<p>Zum Kreis der Vermittler gehören auch die politischen Parteien. Ihr greller und geschwätziger Wahlkampf im Netz kann aber über die vorherrschende Ahnungs- und Visionslosigkeit dem Universalmedium Internet gegenüber nicht hinwegtäuschen.</p>
<p><span id="more-494"></span></p>
<p>Das Netz hat sich binnen 20 Jahren als <em>die</em> gesellschaftliche Infrastruktur etabliert. Es durchdrang den Alltags subtil und nebenbei. Inzwischen ist die Steinzeit des WWW längst vorbei – und auch seine Frühe Neuzeit geht schon zu Ende. Derzeit dämmert das Web 3.0 herauf, das „semantische Internet“ läutet das Industriezeitalter des Netzes ein. Dessen Maschinen und Fließbänder werden Softwareanwendungen sein, welche die enormen Datensätze, die unsere Gesellschaften erzeugen, sinnvoll sortieren und verarbeiten.</p>
<p>Im Web 3.0 wird es dem Einzelnen möglich sein, selbstständig verschiedenste Informationen in einen Zusammenhang zu setzen, sie so zu durchdringen und mit ihnen zu hantieren. Aufgabenbereiche vieler öffentlicher aber auch privatwirtschaftlicher Einrichtungen, die dies derzeit hochspezialisiert erledigen, werden damit überflüssig. Für sie gilt es, sich umzuorientieren: weg vom Bearbeiten der Inhalte hin zu Anbietern von Anwendungen der Inhaltsbearbeitung.</p>
<p><strong><span>Schnittstelle zu öffentlichen Daten</span></strong></p>
<p>In Ansätzen versucht die Obama-Administration diesem Wandel in den USA gerecht zu werden. Sie treibt eine OpenGovernment-Initiative voran und schafft unter <a href="http://www.data.gov/" target="_blank">www.data.gov</a> eine Schnittstelle zu öffentlichen Daten. In Deutschland sind solche Bemühungen den meisten Parteien gänzlich fremd. Sie scheinen nicht einmal zu ahnen, dass ihre Vermittlungsfunktion in der gegenwärtigen Form überflüssig wird. Einig sind sich alle nur, dass Datenschutz wichtig ist und irgendwie die Medienkompetenz in der Bevölkerung vorangebracht werden muss.</div>
<div>
<p>CDU und CSU sehen in ihren Wahlprogramm das Netz vor allem als einen Ort, der reguliert gehört und in dem ein Datenschutz mit „Augenmaß“ erfolgt. Das Versprechen, keineswegs den „gläsernen Bürger“ anzustreben, klingt angesichts der Einführung von biometrischen Pässe und der Befürwortung von neuen Überwachungstechnologien recht unglaubwürdig. Die Sozialdemokraten wollen immerhin mittels des Internets den „demokratischen Beteiligungsprozess“ stärken. Auch der Diskurs über das geistiges Eigentum ist nicht spurlos an ihnen vorübergegangen – es wird die „Prüfung einer Kultur-Flatrate“ angestrebt. Solche Ansinnen sind mit Besitzstandswahrern wie der FPD nicht zu haben. Die Liberalen sprechen lieber vollmundig von der „Internetrepublik Deutschland“ und ziehen gegen Zensurbemühungen vom Leder – ob sich die FDP bei möglichen Koalitionsverhandlungen für Schwarz-Gelb damit durchsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten.</p>
<p>Bei der Linkspartei wird das Thema Internet unter der Forderung nach einer „digitalen Medienordnung“ mitbehandelt. Diese ist aber mehr auf althergebrachte Medien und deren Produktionsbedingungen fokussiert; das Netz wird nur gestreift: Die „digitale Wissensarbeit“ soll „wieder öffentlicher Regulierung unterstellt“ werden, ein Recht auf Privatkopie erhalten bleiben.</p>
<p>Einzig die Grünen räumen in ihrem Wahlprogramm ein ganzes Kapitel dem „freien Internet“ ein. Dort tauchen Stichworte wie Transparenz, Informationsfreiheit und Partizipation auf. Auch an anderer Stelle im Programm wird auf das Netz eingegangen – es wird offensichtlich als ein Querschnittsthema begriffen.</p>
<p><strong><span>Die Zukunft: Liquid Democracy</span></strong></p>
<p>In diesen Gewässern fischt auch die Piratenpartei. Aller Voraussicht nach wird der politische Newcomer dieses Mal nicht die Fünfprozenthürde knacken. Verliert sie nach der Wahl allerdings nicht zu viel Dynamik in den Mühen der Ebene, wird sie die anderen Parteien in Sachen Beteiligungsformen aber weiter vorantreiben können. Die Piraten sind jetzt schon äußerst transparent organisiert, viele Vorgänge innerhalb ihres Apparats sind online einsehbar und werden von Mitgliedern und Interessierten diskutiert.</p>
<p>In dem Parteilabor wird auch von „Liquid Democracy“ gesprochen – ein Konzept, das vor einigen Jahren in den USA erdacht wurde. Es setzt auf webbasiertes hochvariables politisches Mitwirken: Wähler können ihre Stimme verteilen. Beispielsweise kann ich für den einen Bereich meine Stimme einer Partei übertragen. Für einen anderen Themenkomplex kann ich eine Einzelperson beauftragen, als kompetenten und vertrauenswürdigen Agenten eine Entscheidung für mich mit zu fällen. Will ich in einer dritten Frage lieber selbst unmittelbar mitarbeiten und abstimmen, bleibt dieser „Stimmenteil“ bei mir. Die Verteilung kann jederzeit variiert werden – die Intensität der politischen Teilhabe ist von Bereich zu Bereich fließend – deshalb „<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank">Liquid Democracy</a>“.</p>
<p><strong><span>Teilhabe on-demand</span></strong></p>
<p>Wenn Fragen von Sicherheit und Verlässlichkeit sowie des Zugangs aller zum Internet geklärt sind, steht aus logistischer Sicht solch einer Form von Basisdemokratie nichts im Wege. Dass ein derartiger Umbruch des Politiksystems schrittweise erfolgen wird und erlernt werden muss, ist selbstverständlich. Aber vielleicht ist der Zeitpunkt, damit zu beginnen, so günstig wie nie. Der Klimawandel und die Wirtschaftskrise, deren nächster Schub in den kommenden Monaten ins Haus steht, schreien förmlich nach einer radikalen Veränderung von Arbeitswelt und Konsummodell. Ohne eine neue Organisierung der Gesellschaft wird das nicht gehen.</p>
<p>Kein Wunder, dass Anhänger der Piratenpartei oft das bedingungsloses Grundeinkommen befürworten. Stellt es doch eine recht ideologielose, greifbare Utopie dar. Es würde neue Arbeitsmodelle jenseits des Wachstums-Dogmas ermöglichen, ließe sich mit einem Wirtschaftsmodell der Produktion on-demand vereinen und würde Raum schaffen für politische Beteiligung on-demand.</p>
<p>Festzuhalten bleibt: Das Netz ermöglicht einen hohen Grad der Mit- und Selbstbestimmung, den immer mehr Menschen auch in Anspruch nehmen wollen. Wenn die herkömmlichen Parteien die Möglichkeiten dieser Demokratie-Maschine nicht ihn ihre Politikformen und Vorstellungen von Gesellschaft integrieren, werden sie in den kommenden Jahren rapide an Bedeutung verlieren.</p>
<p>(Zuerst erschienen <a href="http://www.freitag.de/politik/0939-digitale-demokratie-internet-teilhabe-programme-parteien?searchterm=matzat" target="_blank">auf freitag.de</a> / 25.9.09)</p>
<p>(Bild: Antike Wahlmaschine/<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleroterion" target="_blank">Kleroterion</a>)</div>

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		<title>Enteignung oder Infotopia?</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/enteignung-oder-infotopia/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 07:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Dietrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[

Am 2. Oktober findet in der Räumen der Berliner Heinrich Böll Stiftung die Fachtagung &#8220;Google Books und die Zukunft des Wissens&#8221; statt. Dabei geht es um das nicht nur hierzulande  umstrittene Google-Book-Settlements. Also die massenhafte Digitalisierung und &#8211; teilweise &#8211; Vermarktung von Büchern durch den Konzern Google. In der Einladung zur Veranstaltung heisst es:
Mit einem [...]]]></description>
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<p>Am 2. Oktober findet in der Räumen der Berliner Heinrich Böll Stiftung die Fachtagung &#8220;Google Books und die Zukunft des Wissens&#8221; statt. Dabei geht es um das nicht nur hierzulande  umstrittene <a href="http://www.googlebooksettlement.com/">Google-Book-Settlements</a>. Also die massenhafte Digitalisierung und &#8211; teilweise &#8211; Vermarktung von Büchern durch den Konzern Google. In der Einladung zur Veranstaltung heisst es:</p>
<blockquote><p>Mit einem vorurteilsfreien Blick auf die möglichen Folgen des Google-Book-Settlements wird die Tagung Antworten suchen auf die vielen Fragen, die sich nicht nur auf juristischer Ebene stellen: für Verlage und Bibliotheken, vor allem auch für Autoren und Leser.</p></blockquote>
<p><strong>Wann</strong>: 2. Oktober (Fr) 2009, 10.00 &#8211; 18.00 Uhr<br />
<strong>Wo</strong>: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, Berlin-Mitte</p>
<p>Unter anderem mit:<br />
Peter Glaser, Autor<br />
Vittorio Klostermann, Verleger<br />
Annette Kroeber-Riel, Google<br />
Dr. Joerg Pfuhl, Random House<br />
Dr. Nils Rauer, Lovells LLP<br />
Wolfgang Schimmel, ver.di<br />
Dr. Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz</p>
<blockquote><p>
Google will der Menschheit mit seinem Buchprogramm Millionen Bücher zugänglich machen &#8211; auch Bücher, die vergriffen sind oder deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist. Nie war die Verheißung des &#8220;Wissens für alle&#8221; so groß. Nie war die Gefahr größer, einem Quasi-Monopolisten zu überlassen, was die Aufgabe öffentlicher Daseinsvorsorge sein sollte.</p>
<p>Am 7. Oktober 2009 soll ein US-Gericht über die Zukunft der Bücher entscheiden. Wird es, darf es das auch für deutsche Leser, Autoren und Verlage tun? Selten war die Lage unübersichtlicher &#8211; und wohl nie zuvor war ein einzelnes Verfahren wichtiger für die Zukunft des Zugangs zu Wissen als dieses.</p></blockquote>
<p>Eine Kooperation von Heinrich-Böll-Stiftung, Goethe-Institut und <a href="http://iRights.info/">iRights.info</a></p>
<p>Details zum <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=6713&amp;returnurl=/index.aspx">Programm und Anmeldung</a> hier.</p>

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		<title>Internet ändert nicht Grundlagen politischer Partizipation in den USA</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/internet-andert-grundlagen-politischer-partizipation-in-usa-nicht/</link>
		<comments>http://digitale-demokratie.org/2009/internet-andert-grundlagen-politischer-partizipation-in-usa-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[

Eine Untersuchung, der &#8220;Report on the Internet and Civic Engagement&#8221;, des PEW Reseach Centers stellt fest, dass &#8220;das Internet nicht den grundlegenden sozial-ökonomischen Charakter des zivilgesellschaftlichen Engagements in Amerika verändert.&#8221; Hohes Einkommen und Bildungsstand seien nach wie vor ausschlaggebender Faktor. 2.250 Personen wurden im August 2008 für den Report telefonisch befragt (kurz vor der US-Präsidentenwahl).


Als [...]]]></description>
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<p>Eine Untersuchung, der &#8220;<a href="http://www.pewinternet.org/Reports/2009/15--The-Internet-and-Civic-Engagement.aspx" target="_blank">Report on the Internet and Civic Engagemen</a>t&#8221;, des PEW Reseach Centers stellt fest, dass &#8220;das Internet nicht den grundlegenden sozial-ökonomischen Charakter des zivilgesellschaftlichen Engagements in Amerika verändert.&#8221; Hohes Einkommen und Bildungsstand seien nach wie vor ausschlaggebender Faktor. 2.250 Personen wurden im August 2008 für den Report telefonisch befragt (kurz vor der US-Präsidentenwahl).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-458" title="pew" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/09/pew.png" alt="pew" width="450" height="518" /></p>
<p><span id="more-456"></span></p>
<p>Als zivilgesellschaftliches oder politisches Engagement wurde folgende Online-Tätigkeiten gewertert:</p>
<p>In sozialen Netzwerken (Facebook oä.):</p>
<ul>
<li>sich Informationen über Kandidaten oder Kampagnen besorgen</li>
<li>eine politsche Gruppe starten oder ihr beitreten</li>
<li>&#8220;Freund&#8221;/Follower einer Kampagne/eines Kandidaten werden</li>
</ul>
<p>Generell im Netz:</p>
<ul>
<li>abgeben von Kommentaren auf Websites/Blogs über politische und soziale Themen</li>
<li>hochladen von Bildern oder Videos über politische und soziale Themen</li>
<li>verfassen von Beiträgen zu besagten Themen auf der eigenen Website/Blog</li>
<li>veröffentlichen von politischen Inhalten für andere Leser in einem sozialen Netzwerk</li>
</ul>
<p>Laut dem Report seien diejenigen, die sich im Netz engagieren, auch offline in sozialen oder politischen Zusammenhängen aktiv.</p>
<p>Zwar würde das Internet nicht unbedingt Leute zum Engagement bewegen, aber, so heißt es im Report, gebe es zu bedenken, dass die sich rapide entwickelnden Möglichkeiten von internet-basierten Äußerungen und Kommunikationen &#8220;work-in-progress&#8221; seien.</p>
<p>(via <a href="http://arstechnica.com/web/news/2009/09/pew-internet-has-not-changed-activism-yet.ars" target="_blank">ars technica</a>)</p>

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		<item>
		<title>Eine Fortsetzung&#8230; Linke, Linkspartei, Twitter, Liste</title>
		<link>http://digitale-demokratie.org/2009/eine-fortsetzung-linke-linkspartei-twitter-liste/</link>
		<comments>http://digitale-demokratie.org/2009/eine-fortsetzung-linke-linkspartei-twitter-liste/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 20:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katharina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web_2.0]]></category>

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Im Wahlkampf wird derzeit parteiseits vorgetragen, dass die Die Linke durch die Presse all zu schlecht dargestellt wird. Auf der anderen Seite meint man, dass die Linke ja quasi nicht vorkommt&#8230; vor allem wohl online (ein Auszug aus einer Kommunikation mit wahl.de). Dem kann man insofern entgegentreten, dass die AkteurInnen in nicht-öffentlichen Profilen in social-media-Plattformen unterwegs [...]]]></description>
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<p><img class="alignright size-full wp-image-409" title="tschiep" src="http://digitale-demokratie.org/wp-content/uploads/2009/08/tschiep.jpg" alt="tschiep" width="100" height="100" />Im Wahlkampf wird derzeit parteiseits vorgetragen, dass die Die Linke durch die Presse all zu schlecht dargestellt wird. Auf der anderen Seite meint man, dass die Linke ja quasi nicht vorkommt&#8230; vor allem wohl <a href="http://twitter.com/wahl_de/status/2301256923">online (ein Auszug aus einer Kommunikation mit wahl.de)</a>. Dem kann man insofern entgegentreten, dass die AkteurInnen in nicht-öffentlichen Profilen in social-media-Plattformen unterwegs sind, z.B. bei facebook, MeinVZ oder StudiVZ. Und dann gibt es noch Twitter&#8230; Für den Wahlkampf der Linken sei das zwar nicht hilfreich (via <a href="http://onlinejournalismus.wordpress.com/2009/07/23/twitter-ist-fur-uns-nicht-nutzlich/" target="_blank">Leon</a>), aber dennoch nutzen viele KandidatInnen (aller möglichen Wahlen) mittlerweile auch Twitter als Kommunikationstool. Und es gibt Portale wie <a href="http://www.parteigefluester.de/" target="_blank">Parteigeflüster.de</a>, die bis heute nicht wahrnehmen wollen, dass es twitternde Linke und entsprechende &#8220;Aktivitäten&#8221; gibt. Eine ständig wachsende, umfangreiche Liste linker Twitteraccounts &#8220;in und bei&#8221; der Linken findet frau/man im Wiki der AG Digitalen Demokratie:</p>
<p><a href="http://digitale-demokratie.org/wiki/index.php/Twitterliste" target="_blank">Liste twitternder Linker</a></p>
<p>Einen Artikel zur vorangegangen Debatte und weitere Phänomene zur Nichtkenntnisnahme im <a href="http://digitale-demokratie.org/2009/linke-linkspartei-twitter-liste/" target="_blank">hier im Blog</a></p>

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