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Partei-Communities: Linkspartei-Netzwerk kommt – kommt von den Grünen auch eins?

Derzeit sind zwei eigenständige Partei-Netzwerke online, myFPD und meineSPD. Das wird sich anscheinend bald ändern:

In der Wochenzeitung Freitag fand sich unlängst ein Artikel über den Online-Wahlkampf im Allgemeinen: Dort wird erwähnt, dass “die Linke mit einer eigenen Community online gehen” will und zwar dieses Frühjahr. In dem Zusammenhang fragt sich, wie sich diese “Community” dann mit den mittlerweile recht umfangreichen Aktivitäten von Parteiaktivisten/innen beim Facebook-Netzwerk vertragen wird – vielleicht wird ja auf die richtigen API (Schnittstellen) gesetzt.

Julia Seeliger, eine netzaktive Grüne, hat gerade einen recht langen Beitrag über Web 2.0 und Wahlkampf aus Sicht von Parteien veröffentlicht. Dort schreibt sie: “Diese neuen, direkten und nutzerspezifisch individualisierten Kommunikationskanäle müssen aber nicht via Facebook organisiert werden. Genauso können die Parteien Aktions-Communities konzipieren lassen. Sie sollten dies aus meiner Sicht tun.” Da Seeliger als Nachwuchskraft gute Kontakten in die Grüne-Parteispitze haben dürfte, ist diese Aussage entweder als Appell oder als Wink mit dem Zaunpfahl zu begreifen.

Sollten Linke und Grüne demnächst also eigene Netzwerke für Mitglieder und Fans starten, dürfte deren Relevanz für das diesjährige “Superwahljahr” recht bescheiden bleiben – das ist nämlich in acht Monaten schon wieder vorbei. Seitens der Union scheint man bislang auf eine eher klassische Freiwillgenkampagne namens Team Deutschland zu setzen (Update 26.2.09: Einen Tag später hat die CDU ihre Team-Seite relaunched, offenbar sollen auch Communityfunktionen für registrierte Mitglieder angeboten werden – man wird nach der Registrierung aber um “einige Wochen” vertröstet).

2 Comments

  1. 25. Februar 2009 at 17:03 | Permalink

    Na, sie tun es doch. Das grüne Netzwerk dürfte demnächst online gehen.

    Ich meinte das auch in die Richtung, dass man sich halt eigene Infrastrukturen schaffen sollte.

  2. 25. Februar 2009 at 17:40 | Permalink

    Zur Community der Linken: Sowas ist ja nicht nur für den Wahlkampf da, weil nach dem Wahlkampf ja vor dem Wahlkampf ist. Zwei Jahre Vorlauf für eini kritische Masse braucht man halt, aber irgendwann muss man anfangen und warum nicht jetzt? Für Die Linke kann ich sagen, dass die Community als Tool so nützlich sein wird dass sie mindestens für die Kommunikation innerhalb der Unterstützerkampagne eine Relevanz haben wird. Wenn nicht gar darüber hinaus.

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